Vereinsfahrt Stralsund 2026

Am 04.06.2026 war es wieder so weit. Die 10-Jahre-Jubilaums-Vereinsfahrt führte uns, auf vielfachen Wunsch, nach Stralsund, wohin es uns vor 10 Jahren zum ersten Mal verschlagen hat.

Zwar hat die Unterbringung im selben Hotel aus Zimmermangel nicht geklappt, aber wir konnten wieder das Wochenende erwischen, an dem das Hafenfest stattfand. Auch zeichnete sich ein großes Interesse unter den Mitgliedern ab, an dieser Vereinsfahrt teilzunehmen. So wurden es 22 Teilnehmer wobei mit Arne, Patrick Sänger, Tommy und Britta 4 komplette Neulinge dabei waren. Mit Patty und Leini waren auch wieder unsere beiden Ehemaligen dabei, was die Verbundenheit zu unserem Verein unterstreicht, obwohl sie schon einige Jahre wieder in ihre jeweilige Heimat zurückgekehrt sind.

Und was soll ich sagen, für mich war es ein rundum schönes und entspanntes Wochenende.

Um uns in der Menge immer wiederzufinden, hat Bully für ein Erkennungsmerkmal gesorgt und für alle Hut und Sonnenbrille organisiert. Hilft irre gut.

Tommy, als Neuling, hat mit seiner Frau und mir ein wenig gebastelt. Eine Brusttasche zum umhängen auf der der Name stand sowie der Muttizettel eingesteckt werden konnte, um immer zu wissen wann man wo sein muss. Zusätzlich hat Tommy und Frau ein kleines Päckchen Gummibärchen, Pflaster, Erfrischungstücher und eine Schmerztablette in die Tasche getan. Geile Idee.

Wir trafen uns am 04.06.2026 um 11:50 Uhr auf dem Potsdamer Hbf. Da wir diesmal viele Studenten dabei hatten, die schon in Besitz eines Deutschlandtickets waren, haben wir uns entschieden mit dem Regio zu fahren. Sitzplatzreservierung gibt es da natürlich nicht. Der Zug wurde aber in Berlin eingesetzt, sodass der Plan reifte, früh genug auf dem Bahnhof zu sein und durch unsere Präsenz den anderen Mitfahrern die Gelegenheit zu geben, sich von uns fern zu halten. Der Plan ging auf. Der Zug fuhr ein und wir besetzten mit der gesamten Truppe ein Abteil für uns. Und schon konnte die Reise beginnen.

Die deutsche Bahn wäre nicht die deutsche Bahn, wenn sie nicht immer noch Überraschungen bereithalten würde. Geplante Abfahrt des Regio war von Berlin Südkreuz. Donnerstag Vormittag wurde dann auf Berlin Lichtenberg gewechselt. Wir haben es rechtzeitig gemerkt und letztendlich lief alles glatt.

Ankunft in Stralsund und auf dem Fußweg zum Hotel erstmal durch den strömenden Regen. Egal. Einchecken und kurz darauf ging es zum „Klabautermann“ zum Abendbrot. Lecker Fisch und leckere Getränke in dem urigen Lokal hoben die Stimmung. Anschließend trennte sich die Gruppe wie es sich gerade ergab. Einige zog es zum Hafenfest und ein paar Unverbesserliche konnten es sich nicht verkneifen ne halbe Stunde zu laufen, um sich dann in die Fluten der Ostsee zu stürzen. Auch ein Einsatz in einem Lokal mit Karaoke musste sein.

Wie von Zauberhand fanden sich die Meisten vor dem Schlafengehen auf der Frühstücksterrasse im 4.OG wieder, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Freitag, bei wieder besseren Wetter, ging es nach dem Frühstück zu Fuß langsam in Richtung Störtebeckerbrauerei zur Führung und Verkostung. Der Guide hatte es nicht leicht mit 21 quatschenden Kunden und das Sudhaus war unerträglich warm, was jemanden dazu bewog sein Oberteil auszuziehen und es gegen ein Bikini-Oberteil zu tauschen und nur soviel dazu, es handelte sich nicht um eine Frau. Und wer zum Geier nimmt zu einer Brauereiführung einen Bikini mit?*lach*

Dann endlich die Verkostung, Der große Unterschied zu der Verkostung vor 10 Jahren, unter Anderen auch mir schmeckten einige der Biere deutlich besser als vor 10 Jahren.

Bei seinem Lieblingsbier konnten wir dann im Brauereirestaurant noch lecker essen und irgendwie schmeckt mir der Fisch an der Küste deutlich besser als in Potsdam.

Anschließend ging es zurück in die Innenstadt, wobei es einige ins Hotel, andere in die Stadt und zum Hafenfest führte.

Nächster Treffpunkt war 21:00 Uhr zur Nachtwächterführung in der Innenstadt. Alle waren pünktlich da und jetzt stieß auch Britta zu der Runde dazu. Die Führung war interessant aber wir haben es natürlich alle mit der einmaligen Führung vom letzten Jahr in Osnabrück verglichen, und diese war einfach nicht zu toppen.

2 Stunden lang wurden wir durch die Stadt geführt und erfuhren Interessantes und Witziges über die wundervolle Stadt Stralsund.

23:00 Uhr bildeten sich wieder spontan Grüppchen und es ging in Richtung Innenstadt zum Hafenfest oder in unterschiedlichste Lokalitäten. Die Jüngeren zog es noch auf ein Elektro-Event am Wasser.

Vor der ältesten Hafenkneipe (von was auch immer) gesellten wir uns noch zu den anderen Gästen, die schon vor der Kneipe standen und genossen noch ein Bier und einen empfohlenen Eierlikör, der in herrlich schönen Eierbechern aus Porzellan in Form eines Hühnerfußes serviert wurden. Oooooooberlecker.

Wie durch Zauberhand fand man sich wieder auf der Frühstücksterrasse wieder und lies den Abend ausklingen.

Der Samstag begann sehr entspannt. Da wir erst zu 15:00 Uhr die Bowlingbahn gemietet hatten, blieb genug Zeit auszuschlafen, zu frühstücken und danach zu chillen, ein paar Einkäufe zu machen oder bei der aufkommenden Hitze schon mal ein paar Erfrischungsgetränke zu sich zu nehmen.

Tatsächlich machte sich eine große Gruppe zu Fuß auf den Weg zur Bowlingbahn. Immerhin sagte die Routenplanung 80 min Fußweg voraus. Natürlich ließen es sich die Einen oder Anderen nicht nehmen, die Strecke mit dem Taxi zurückzulegen. Bei brütender Hitze ging es durch die Stadt mit dem einen oder anderen Stopp um Elektrolyte dem schwächelnden Körper zuzuführen.

4 Bahnen waren reserviert, die Gruppenaufteilung überließen wir dem Zufall und schon ging es los mit 3 Stunden bowlen. Ich hatte das große Glück auf der Bahn zu sein, auf der Bully seine persönliche Bestleistung überbot und 248 Pins umlegte. Wahnsinn.

Nach diesem gemütlichen Nachmittag ging es wieder in die Innenstadt. Teilweise per Taxi, mit den Öffentlichen oder die ganz Harten (Stefan, Theo, Lukas und ich) nahmen auch den Rückweg zu Fuß auf sich.

Dank Technik und Standortteilung fanden wir die Gruppe um Andy und Daniel in einem Pub, in dem sie vor 10 Jahren schon versackt sind. Das Wochenende war bis dahin anstrengend, deswegen beschlossen einige von uns sich auf den Weg zur Unterkunft zu machen. Doch das Schicksal wollte es mit einigen anders. Wir schlenderten in Richtung Hotel und guckten links und rechts in die Häuser, bis wir auf einmal durch ein Fenster einer kleinen Bar schauten, in der Licht brannte aber leer zu sein schien.Aber die Regale waren vollgepackt mit den verschiedensten Rum- und Whiskysorten. Beim Blick um die Ecke stellten wir fest, dass die Tür geöffnet. Wir natürlich rein. Die kleine Bar war tatsächlich leer und auch auf mehrere Rufe reagierte niemand. Hausi machte den Vorschlag doch mal hinters Haus zu gucken. Und gucke da, dort gab es eine Terrasse mit einigen wenigen Gästen. Eine Frau kam aus der Küche und wir sprachen sie natürlich auf die herrliche Bar an. Sie bot uns gerne an mitzukommen und uns zu beraten und zu bedienen. Und zack, waren wir etwa ne Stunde gefesselt und probierten uns ein wenig durch das Sortiment. Herrlich.

Nun aber doch zurück zum Hotel. Und natürlich wieder auf die Frühstücksterrasse. Noch ein wenig gequatscht und getrunken aber aufdringliche und unfreundliche Gäste bewegten mich dann doch dazu ins Bett zu gehen.

Sonntag in Ruhe frühstücken und langsam zu Fuß auf dem Weg zum Bahnhof. Dort sich nochmal gemeinsam hingesetzt und ein Staunen von mir, dass Einige von uns schon wieder in der Lage waren einen Döner zu essen.

Auch bei der Rückfahrt konnten wir ein Abteil ergattern und es lief alles reibungslos.

Ich habe sicher viel vergessen und natürlich ist mein Bericht sehr subjektiv, weil sich ja doch Grüppchen gebildet haben, aber vielleicht bekommt man doch einen Eindruck wie schön ich es fand und eventuell schreibt jemand noch seinen eigenen Bericht. Und mancher überlegt es sich dann doch nächstes Jahr mitzukommen und seine eigenen Geschichte zu erleben und zu erzählen.

Am Schönsten finde ich, dass wir einen so großen Altersunterschied haben und trotzdem zusammen ein schönes Wochenende erleben. Klasse.

Auf der Rückfahrt wurde ich schon von Einigen gefragt, wohin es denn nächstes Jahr geht. Natürlich habe ich noch keine Idee aber im Herbst werde ich sicher etwas gefunden haben und es kommt die Ankündigung für die Urlaubsplanung.

Bis dahin bleibt alle gesund und neugierig.

Euer Schnucky I(c)ke